Unterkunft & Mietwagen
Wer die USA bereist, steht schnell vor zwei zentralen Fragen der Reiseplanung: Wo übernachte ich – und wie komme ich von A nach B? Gerade für deutschsprachige Reisende lohnt es sich, beide Themen gut vorzubereiten, denn es gibt einige Besonderheiten, die hierzulande wenig bekannt sind.
Übernachtung in den USA: Hotel, Motel oder Airbnb?
Die Auswahl an Unterkünften in den USA ist riesig – von der einfachen Motelkette am Highway bis zum Luxusresort in Las Vegas oder Miami. Wichtig ist es, die Unterschiede zu kennen.
Hotels & Motelketten
Klassische Motelketten wie Motel 6, Super 8 oder Days Inn sind ideal für Roadtrip-Reisende: günstige Preise, Parkplatz direkt vor der Tür, unkomplizierter Check-in. Sie sind weit verbreitet und zuverlässig, auch wenn Komfort und Ausstattung überschaubar bleiben.
Wer etwas mehr Komfort wünscht, greift zu Mittelklasseketten wie Hampton Inn, Courtyard by Marriott oder Hilton Garden Inn. Frühstück ist in den USA meist nicht inklusive – das sollte man einkalkulieren.
Achtung bei Zusatzkosten: Viele Hotels listen Preise ohne Steuern und Gebühren. In Städten wie Las Vegas oder Orlando fallen zusätzliche Resort Fees von 30–50 USD pro Nacht an, die erst beim Checkout fällig werden. Immer die Gesamtkosten vor der Buchung prüfen.
Ein hilfreicher Tipp: ADAC-Mitglieder können oft AAA-Rabatte (der amerikanische Automobilclub) bei zahlreichen Hotelketten geltend machen – bis zu 25 % Nachlass sind möglich.
Airbnb & Ferienwohnungen
Für längere Aufenthalte oder Reisen mit Familie bieten sich Ferienwohnungen über Airbnb oder VRBO an. Besonders in beliebten Nationalpark-Regionen oder abseits der Großstädte ist das oft die günstigere und persönlichere Alternative. Reinigungsgebühren können jedoch hoch ausfallen – den Gesamtpreis immer im Blick behalten.
Buchungsportale im Vergleich
Preise vergleichen lohnt sich: Booking.com und Hotels.com sind gut geeignet. Wer eine konkrete Unterkunft gefunden hat, sollte zusätzlich direkt auf der Hotelwebsite prüfen – manchmal gibt es dort exklusivere Angebote oder bessere Stornobedingungen.
Mietwagen: Unverzichtbar für den USA-Roadtrip
Außerhalb der großen Städte ist ein Mietwagen in den USA praktisch unverzichtbar. Öffentliche Verkehrsmittel existieren in vielen Regionen kaum.
Frühzeitig buchen und vergleichen
Mietwagen am besten schon in Deutschland buchen – über Vergleichsportale wie den ADAC Mietwagenvergleich oder direkt bei den Anbietern. Frühbuchung spart oft erheblich, außerdem versteht man die deutschen Vertragsbedingungen besser als amerikanische Kleingedrucktes vor Ort.
Die zuverlässigsten Anbieter in den USA sind erfahrungsgemäß Enterprise, Alamo und National – mit neuerer Fahrzeugflotte und gutem Service bei der Abholung.
Versicherungen richtig verstehen
Das ist ein Bereich, der viele Reisende verwirrt. Folgende Versicherungsbausteine sind wichtig:
| Kürzel | Bezeichnung | Bedeutung |
|---|---|---|
| CDW | Collision Damage Waiver | Vollkaskoähnlicher Schutz für das Mietfahrzeug |
| LI/SLI | Liability Insurance | Haftpflicht – mindestens 1 Mio. USD empfohlen |
| UM/UMP | Uninsured Motorist Protection | Schutz bei Unfällen mit unversicherten Fahrern |
Viele deutsche Kreditkarten bieten eine CDW-Deckung – vorab bei der Kartengesellschaft prüfen, welche Bedingungen gelten.
Was sonst noch zu beachten ist
- Mindestalter: Die meisten Anbieter verlangen mindestens 21 Jahre, unter 25 fallen oft Young Driver Fees an.
- Führerschein: Der deutsche Führerschein ist in allen US-Bundesstaaten gültig; ein internationaler Führerschein wird empfohlen, ist aber meist nicht vorgeschrieben.
- Tankregeln: Fast immer gilt Full-to-Full – voll abholen, voll zurückgeben. Das Vortanken durch den Anbieter ist teuer und zu vermeiden.
- Mautgebühren: Viele Highways haben elektronische Mautstellen. Entweder ein Transponder des Anbieters mieten oder auf Abrechnung per Kennzeichen setzen – Kosten variieren.